wohl gewußt, Reinhold, hab's wohlzgewußt,“ ſagte er. „Biſt ein Mann, der ſich neben den Beſten ſtellen kann.“
Die Anderen hatten geſchwiegen, jetzt aber rief der Präſident:„Emma, was beginnen Sie? Sie ſollen keinen Schritt thun, ohne mich zu hören! Ich widerrufe Alles, ich laſſe Sie nicht von mir. Sie ſind mein Kind, Sie gehören mir an.“
„Fraͤulein Emma!“ ſchrie Herr Niedlich,„machen Sie keinen Spaß. Sie wiſſen, ich!“ Er ſetzte den langen ſchmalen Finger auf ſeine Bruſt.
„Ich gehöre Keinem an, als ihm allein, Rein⸗ hold,“ ſagte Emma.„Weil er ein Mann iſt, ein rechter Mann, wie ſein Vater ſagt, darum liebe ich ihn von ganzem Herzen, und darum Vater, Mutter, nehmen Sie mich gütig auf, ich will Ihre Tochter ſein, Ihren Segen will ich mir getreulich erwerben.“
Der alte Meiſter ſtand vor ihr mit ſonderbar großen, leuchtenden Augen. Er ſah ſte und Rein⸗ hold an; in ſeinem harten Geſicht zuckte es, er wollte etwas ſprechen und vermochte es nicht. Endlich riß er die Mütze von ſeinem grauen Kopf, und wie er beide Haͤnde faßte, rief er mit Heftigkeit:„Ich hab's geſagt, und es ſteht feſt für alle Zeit, Blech muß doch Blech bleiben!“.
. Ende.
Prag 1856. Druck von Kath. Gerzabek.


