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„Aber ich weiß nicht,“ ſagte das junge Mädchen nachdenkend,„es widerſteht mir, und ich glaube, Tri⸗ fels geht es eben ſo.“
„Trifels,“ erwiederte Herr von Wolters,„wird ganz damit einverſtanden ſein, denn er...“
„Nun, er?“ fragte ſie ungeduldig, als er ſchwieg.
Der Regierungsrath hob die blitzenden Brillen⸗ gläſer zu Hedwig auf und beugte ſein feines, ſcharfes Geſicht mit dem kalten Lächeln ihr entgegen.„Miß⸗ verſtehen Sie mich nicht, beſtes Fräulein,“ hob er an. „Ich bin meines Vetters aufrichtiger, treuer Freund. Er iſt ein edler, hochherziger, vortrefflicher Menſch, voll der ſchönſten Eigenſchaften! das aber dürfen wir uns nicht läugnen, daß er einem raſchen, oft plötzlichen Wechſel ſeiner Stimmungen unterworfen oder— wie man gewöhnlich zu ſagen pflegt— ſehr excentriſch iſt. Ich bin unwandelbar überzeugt, daß er aufs innigſte und höchſte Sie verehrt, auch niemals davon ablaſſen wird; allein gerade Männer von ſo außerordentlicher Begabung, ſolchem ſangui⸗ niſchen Temperament und ſolcher nervöſen Reizbarkeit haben es nöthig, daß man vorſichtig mit ihnen umgeht.“
„Wie ſoll ich vorſichtig ſein?“
„Ich habe mich falſch ausgedrückt,“ fuhr er


