der mittels beſonderer Ehepacten noch größere Si⸗ cherheit erhält. Dieſe bilden eine reelle Grund⸗ lage für häusliches Wohlergehen in ſehr vielen Fäl⸗ len. Sie halten von Leichtſinn und Thorheiten ab, ſie geben Rechte, ſind Erinnerungs Tafeln für die Rechen⸗Exempel des Lebens und Warnungszeichen, an Scheidewegen lieber umzukehren.“
„Das Alles bedarf Trifels nicht!“
Der Regierungsrath nahm ſein Stöckchen zwi⸗ ſchen die Lippen, bohrte mit dem Pferdefuß darin umher, wie es ſeine Gewohnheit war, und lächelte in ſeiner mephiſtopheliſchen Art.
„Zweifeln Sie etwa daran?“ fragte ſie.
„Ich zweifle an nichts,“ erwiederte er,„ich halte Alles für möglich. Wenn wir doch aber einmal über dieſen Gegenſtand mehr als ſcherzen wollen, ſo bin ich der Meinung, daß ich immer das für das Ver⸗ nünftigſte und Beſte halten würde, was menſchliche Klugheit und Ueberlegung als ſolches erkannt und eingeſetzt hat. Ich bekenne Ihnen ohne Rückhalt, daß ich, wenn ich ſo glücklich wäre, aus inniger Neigung zu heirathen, ich jedenfalls Ehepacten ma⸗ chen wuͤrde, wie zärtliche Fürſorge mir dieſe eingäbe. Machte ich aber eine ſogenannte Verſtandesheirath, ſo würde ich es meiner Sicherheit wegen thun.“


