Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Ton etwas ſtrafend Väterliches, dem er nicht wider⸗ ſtehen konnte. Und dennoch, was hatte er ſich vorzu⸗ werfen? Liebte und verehrte er ſeine Mutter nicht, dachte er nicht mit Entzücken daran, wie er ihr alle Sorgen, alle Noth vergelten, alles Glückin ihren Schooß ſchütten wollte? Und hatte ſie je mit einem Blick ihn ange⸗ klagt, hatte ſie ihm je ſein Unrecht vorgehalten? Was dieſe harten Menſchen von ihm begehrten, was ſie gut und recht nannten, erregte ſeinen heftigſten Widerwillen; was ihnen ſchlecht und verkehrt ſchien, daran hing er mit allen Fäden ſeines Lebens.

Sie verſtehen mich nicht, ſagte er traurig und trotzig zugleich.Mein Weg kann nicht Ihr Weg ſein; ich hoffe jedoch, Sie ſollen bald anders über mich denken.

Gott gebe es! antwortete der Meiſter.Ich will's der alten Frau wünſchen, daß ſie noch Freude erleben möge an ihrem einzigen Kinde.

Wie Sie! erwiederte Herzberg raſch in ſeiner Reizbarkeit.

Das Wort traf den alten Mann und verſchloß ihm den Mund. Eine fahle Roͤthe bedeckte ſein Ge⸗ ſicht, und durch ſeine Bruſt ging eine unbeſchreibliche Scham und Qual, die ihm die Augen zudrückte.