Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Kleidern nicht zum beſten ſtand; nach einer halben Stunde befand er ſich vor dem Hauſe des alten Blechſchmiedes, und als er zu den Fenſtern hinauf ſah, wo Trifels wohnte, und kein Licht entdeckte, fühlte er ſich erleichtert und ging beruhigter hinein.

Der Meiſter ſaß zwiſchen Ofen und Spind an dem warmen Platz im Großvaterſtuhl, die Meiſterin wie gewöhnlich am Tiſche, Marie neben ihr, in einem Buche leſend; von Reinhold war nichts zu ſehen. Ihre Blicke richteten ſich jetzt gemeinſam gegen die Thür, denn Alle hatten ihn gehört; er mußte ſomit eintreten und nach ſeinem Freunde fragen.

So wie er dies that, bemerkte er aber auch, daß ſein Empfang kein beſonders freundlicher war. Marie allein erwiederte ſeinen Gruß, der Meiſter aber zog eine ſchwere Falte gleichſam von einem Ohre bis zum anderen, ſprach jedoch kein Wort.

Reinhold iſt nicht zu Hauſe, ſagte Marie. Ich habe ihn ſeit einigen Stunden nicht geſehen.

Nicht zu Hauſe, er ſah vor ſich nieder. Nie⸗ mand lud ihn ein, ſeinen Hut abzulegen oder Platz zu nehmen, ſich zu wärmen oder zu trocknen. Lang⸗ ſam wiſchte er die Regentropfen aus ſeinem Geſicht und blickte nach dem Meiſter hin.Sie wiſſen nicht, ob er bald kommen wird? fragte er.