daß man ihr alles Schlechte zutraut!— Ich will fort, ich will ihn aufſuchen, will ihm ſagen, was ſie mit ihm vorhaben. Sie müſſen einen Plan haben, der ihn verderben ſoll, denn um meinetwillen thun ſie es nicht. Halt!“ murmelte er ſtill ſtehend und ſich beſinnend,„iſt dieſer Wolters nicht— er ſprach den Namen nicht aus, der ihm widerſtand— ſein nächſter Verwandter? Iſt es nicht der Menſch, von dem Niedlich mir einmal erzählte, daß er Alles erben würde, wenn Jener ihm nicht den Streich geſpielt hätte, heirathen zu wollen? Jetzt ſehe ich, wozu er mich gebrauchen will. Elendes Gold! Ich muß ihn warnen, ich muß, ich muß!“— Er drückte ſeine Bruſt, denn der heftig ſtechende Schmerz kehrte darin zurück, und hielt ein.„Es iſt mir zu Muthe,“ ſagte er,„als könnte ich es nicht, oder als dürfte ich es nicht, ſo ſchwer liegt es auf mir. Ich kann ihn nicht ſehen, nicht ſprechen, kann ſeinen Dank nicht ertra⸗ gen, aber ich will Reinhold aufſuchen, der mag mein Bote ſein.“
Schnell kleidete er ſich an, legte den Schluſſel an einen Ort draußen an der Schwelle, wo ſeine Mutter ihn zu ſuchen und zu finden gewohnt war, und machte ſich auf den Weg. Er achtete es nicht dabei, daß das Wetter böſe wurde und es mit ſeinen


