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gezeichneter Kunſtkenner, hochgebildet, will Ihre Be⸗ kanntſchaft machen.“
Der Regierungsrath trat näher und nahm ſelbſt das Wort.„Ich habe von Ihnen ſo viel Gutes ge⸗ hört,“ ſagte er,„auch einige Ihrer Lieder, die ein ſo ſchönes Talent bezeugen, daß ich Ihrem Freunde ſehr dankbar bin, der, auf meine Bitte, mich zu Ihnen führte.“
Das feine, ſcharfe Geſicht des Regierungsrathes neigte ſich dabei ein wenig, ſein Anſtand war ganz der eines vornehmen Mannes. Er blickte auf das Inſtrument und auf den Schreibtiſch und ſagte dann: „Sie ſcheinen ſehr beſchäftigt zu ſein; es ſollte mir leid thun, wenn wir Sie ſtörten. Künſtler dürfen in ihren Vorſtellungen nicht unterbrochen werden.“
„Es thut nichts,“ erwiederte Herzberg.„Sie haben zwar Recht, die Erſcheinung flieht, wenn eine rauhe Hand ſie anfaßt, allein ſie kehrt zurück, wenn der Geiſt die Macht zur Beſchwörung beſitzt.“
„Und Sie beſitzen ſicher dieſe Macht,“ ſagte Herr von Wolters.
„Talent hat er, ich weiß es!“ ſchrie Herr
Niedlich. „Sie ſind ſehr glücklich, mit Geiſtern leben zu
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