können in dem großen Zauberreiche der Töne und der Phantaſie,“ fuhr Wolters fort.
Herzberg's Augen glänzten.„O, ja, glücklich!“ wiederholte er.„Wenige wiſſen das.“
„Weil Wenige auf der Höhe des Künſtlers ſtehen. Sie ſind mit einer neuen Arbeit beſchäftigt, wie ich denke.“
„Eine Oper beſchäftigt mich,“ erwiederte der junge Mann angeregt.„Seit Jahren habe ich den Entwurf gemacht, den Terxt geſchrieben, einzelne Partieen gearbeitet. Jetzt habe ich Alles vollendet.“
„Und Sie wollen damit hervortreten?“
„Das iſt mein Wille,“ ſagte Andreas rauh und nachdrücklich.
„Wie heißt Ihre Oper? Oder iſt es ein Ge⸗ heimniß?“
„Zenobia, heißt ſie,“ antwortete der Künſtler.
„Ein berühmter Gegenſtand!“ antwortete Herr von Wolters, fein lächelnd.
„Davon haben Sie mir ja nichts geſagt, Herz⸗ berg!“ rief Herr Niedlich.„Zenobia klingt ganz
ſpaniſch.“ 3„Ein Weib, deren Schönheit die wildeſten Ero⸗ berer feſſelt, deren Majeſtät Rom und ſeinen Kaiſer zu ihren Füßen ſtürzte, die Sieger zu Beſiegten


