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„Es iſt eine Antiquität!“ ſchrie Herr Niedlich ausgelaſſen.
„Und Ihr Herz iſt ſchon mit den Reizen eines anderen Cabinetsſtückes gefüllt!“ flüſterte Herr von Wolters, die blitzende Brille zu ihm aufhebend.
Dieſe Wote machten einen eigenthümlichen Ein⸗ druck auf den Agenten. Plötzlich fiel ihm Marie ein, aber um keinen Preis hätte er von ihr ſprechen mögen. Es kam ihm vor, als ſähe ihn Wolters übermüthig ſpottend an.
„Ich glaube, ich habe gar kein Herz,“ antwor⸗ tete er luſtig.„Es iſt wirklich wahr, bei dieſer ſchlechten Zeit iſt ein Herz ganz überflüſſig.“
„Sehr weiſe gedacht!“ ſagte Wolters.„Bleiben Sie dabei, lieber Niedlich; bei allem, was Sie thun, denken Sie immer daran, daß das Herz nichts iſt, als ein elender Sack voll Blut. Aber Ihren Kopf nehmen Sie zuſammen, was der pfiffig aus⸗ geſonnen hat, das führen Sie aus, ſo werden Sie vortreffliche Geſchäfte machen.“
Es war, als ob eine Prophetenſtimme ge⸗ ſprochen hätte, die Herrn Niedlich durch Mark und Bein drang. Der Wein hatte ſein Blut erhitzt, er


