Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
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er ſah, daß Heinrich mitlachte, ließ er von dem ſtrengen Tone ab.Was ich von Dir wünſche, ſagte er,iſt zugleich für Dich bedacht und für Dein Wohl. Du willſt doch gefallen, auch den Mäͤdchen gefallen wollen?

Wenn auch nicht jedem, ſo doch den hübſchen, erwiederte Heinrich.

Und Deiner Couſine Mary 2

Ei, ihr am allermeiſten.

Nun, wenn das Deine Abſicht iſt, ſagte Karſtens, ſo nimm das ſchärfſte Meſſer, denn ſie würde Dich auslachen.

Das ſoll ſie auf keinen Fall, antwortete der junge Mann erröthend, der ſeinen Entſchluß gefaßt hatte, indem er aufſtand und die Treppe hinauflief. Nach fünf Minuten aber kam er zu⸗ rück und ſein Geſicht war ſo glatt und rein, daß ſein Verwand⸗ ter völlig befriedigt war.

Ich ſehe, ſagte dieſer wohlgefällig,Du biſt ein verſtän⸗ diger Jüngling, der vernünftige Vorſtellungen zu ſchätzen weiß und ſeinen Dünkel überwinden kann. Das iſt mir lieb, Heinrich, es vermehrt meine Hoffnungen und Abſichten. Aber meine Zeit iſt um, ich muß auf mein Comptoir. Willſt Du mich begleiten und meine Geſchäfte kennen lernen? Nimm Deinen Hut und komm, da ſteht mein Kabriolet. Dagegen ließ ſich wiederum nichts einwenden und in wenigen Augenblicken ſaß Heinrich in dem Wagen neben Herrn Karſtens, der den muthigen nordiſchen Renner lenkte. Das Pferd war ein herrliches Thier, graugelb mit ſchwarzen Füßen und ſchwarzem Kamme. Seine rothen Bän⸗ der flogen um die feurigen Augen; der Beſitzer erzählte mit

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