Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
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und Unterthänigkeit, ſeine Ungeduld, wenn nicht ſofort erfüllt war, was er gebot und die ſtrengen Mienen, welche er dafür hatte, drückten deutlich aus, daß er den pünktlichſten Gehorſam überall fordere und Widerſpruch nicht ertragen könne.

Nachdem er mit Heinrich über Familienſachen und Erlebtes geplaudert hatte, faßte er den jungen Mann lächelnd an das Bärtchen am Kinn.Du haſt doch Deine Koffer heute früh vorgefunden? ſagte er.Ich habe ſie in der Nacht noch aus Frederikswäre holen laſſen.

Den beſten Dank, war die Antwort.Ich habe Alles gefunden.

Und Du beſitzeſt doch wohl auch ein Raſirmeſſer?

O, zwei oder drei, ein ganzes Reiſeneceſſaire.

So nimm eines davon und befreie Dein Geſicht von allen dieſen überflüſſigen Haaren, erwiederte der Kapitän mit ſo ent⸗ ſchiedenem Ernſt, daß ſein Vetter wohl merkte, ein Scherz käme zur unrechten Zeit.Du wirſt bemerkt haben, fuhr er fort, daß wir in Norwegen ganz denſelben Widerwillen gegen bär⸗ tige Geſichter hegen wie die Engländer. Ein Bart mag eine Zierde für den Ruſſen ſein, oder ein deutſcher Student, oder ein junger Fant mag ſich darin gefallen, für den verſtändigen Mann ſchickt er ſich nicht. Sogar unſere Soldaten ſorgen mehr für Haare auf den Zähnen als für dergleichen auf den Lippen, und nichts habe ich lieber geleſen als die vortreffliche Antwort eines deutſchen Generals, eines gewiſſen Scharnhorſt, der, als man ihm rieth, einen Bart zu tragen, zurückfragte, ob ſich die Feinde dann etwa

mehr vor ihm fürchten würden? Er lachte laut auf, und als Mügge, Riukan⸗Voß. 2