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gleichgültig, bei dem fremden Klange der Worte, welche er vernahm, wuchs jedoch ſeine Theilnahme ſehr raſch und nach wenigen Minu⸗ ten eilte er an das Gitter vor und empfing ſeinen Vetter aufs Freudigſte.—„Biſt willkommen, mein Junge, herzlich willkom⸗ men,“ rief er wiederholt,„habe Dich ſeit Wochen erwartet. Nun herein, hierherein mit Dir!“— Auf den Ruf des Herrn er⸗ ſchienen ein Paar Dienſtleute, die das geringe Gepäck ins Haus brachten und allerlei Befehle empfingen. Der reiche Handelsherr leitete ſeinen Gaſt dann ſelbſt die breiten Treppen hinauf, zu einigen ſtattlich ausgeſchmückten Räumen, welche dieſer bewohnen ſollte und nach einer Stunde ſaßen beide Verwandte bei dem Abendbrod und beim vollen Glaſe auf dem Perron an der Gar⸗ tenſeite des Hauſes, wo die Ausſicht entzückend war.— Die Stadt lag zu ihren Füßen, die Sonne tauchte in die ferne, uner⸗ meßliche Meerfluth, der rauſchende Strom kam aus ſeinen Fel⸗ ſenhalden und in dem breiten Becken wogte ſanft der prächtige Fjord zwiſchen Wäldern, kühnen Felſenſtirnen und einem Gewimmel kleiner und größerer Menſchenwohnungen, die maleriſch über Strand und Bergeshöhen geworfen waren. Das ganze reichdurch⸗ ſtickte und wechſelnde Gemälde war ſo ſchön, daß Heinrich für ſein Entzücken vergebens nach erſchöpfenden Worten ſuchte. Karſten⸗Warfſteen ſtützte, während er ſchweigend zuhörte, den Arm auf den Lehnſtuhl und ſeine grauen Augen glitten an dem Jüngling auf und nieder. Er dachte über Etwas nach, das ihn angenehm zu ſtimmen ſchien, warf dann und wann eine Be⸗ merkung hin, die erläutern oder beſtätigen ſollte, ließ ſich Man⸗ cherlei erzählen und ſagte zuletzt:„Du wirſt noch vielerlei Schönes


