uns begegnete? Ich hatte eine Ahnung, er müſſe es ſein, der zwiſchen den Dänen ſo tief am Boden ſaß. Er kreuzte die Arme über ſeine Bruſt und ſtemmte den Fuß auf den Feuerſtein.„Er⸗ zähle mir alles, was Du weißt, Jungfrau Anna,“ fuhr er fort, „ſetze Dich hier an’'s Feuer und ſei ruhig; Henrik Dartley wird geholfen werden.“
Anna erzählte, was ſie gehört; Lars bewegte keinen Zug ſeines Geſichts. Nach und nach glänzten ſeine Augen wild und feurig, und ſeine hohe Geſtalt richtete ſich ſtolz auf.„Auch Dein Vater, Gott verzeih' es ihm, Jungfrau Anna, er hat eine ſchlechte That gethan! Du machſt es wieder gut, der Bauer wird Hen⸗ rik zu ſeinem Recht verhelfen.“ Er nahm zwei Gewehre vom Balken und reichte das eine Niels hin, dann ſteckte er das Meſ⸗ ſer in ſeinen Gurt und zog die rothe Mütze über den Kopf.
„Wohin gehſt Du, Lars?“ fragte Anna.
„Zu Henrik!“ erwiederte er.
„Nimm mich mit Dir, ich muß Dich begleiten.“
„Sorge für die Jungfrau, Karina, lebe wohl.“
Anna hielt ihn feſt.„Ich kann nicht zurück, Lars,“ rief ſie, und eine verzweiflungsvolle Entſchloſſenheit glühte in ihrem Geſichte.„Ich muß mit Henrik leben oder ſterben.“
„Mußt Du, Jungfrau?“ ſagte Lars, gerührt von dem Muth ihrer Liebe;„nun, ſo ſollſt Du mit uns gehen, und redlich theilen, was über uns verhängt wird. Bleibe mit Niels hier und erwarte mich. Wenn Ihr mich hört, ſo kommt an den Fiord.“
Er eilte ſchnell davon. Eine halbe Stunde ſpäter lag Roth⸗ bergsland vor ihm, und mit Freude erblickte er Kähne mit Fak⸗


