dern betreten, klomm ſie jetzt mit wilder Haſt, und über die ſchmalen Stufen des gefährlichen Pfades ſprang ſie auf und nie⸗ der, ohne an den Abgrund zu denken, der dicht daneben lag. Aus dem Gebirge dröhnte es dumpf, denn lau ſtrich ein Frühlings⸗ wind darüber hin; Lawinen⸗ und Steinſtürze in die Thäler ſchleudernd. Der tiefe Meeresarm glänzte im Sternenlicht, aber Anna ſah nur einen Stern: das Licht im Hauſe von Bunſerud, und wie ſie es erreicht hatte, riß ſie die Thür auf und taumelte athemlos an den Pfeiler in der Mitte der Feuerhalle.
Ihr Haar hing verwirrt über ihre Schultern; ihre bluten⸗ 2 den Hände, ihr zerriſſenes Kleid, ihr glühendes Geſiicht, geritzt von dem dichten Birkengeſtrüpp, mit dem ſie gekämpft, machten ſie faſt unkenntlich. Lars, der mit ſeinem Gefährten am Tiſche ſaß, ſprang erſchrocken auf. Karina aber eilte auf ſie zu, hielt ſie in ihrem kräftigen Arme feſt und las aus ihren Mienen Hen⸗ rik's Unglück.
„Was iſt geſchehen?“ ſagte ſie heftig,„rede, Jungfrau
Fjord zu⸗ ung dem verbarg, den Män⸗
a ſie, ſie
ſſchreien
ihenn Anna! Du klagſt um Henrik. Wo iſt er? Was iſt ihm zuge⸗ 5
dem di ſtoßen? Reiſa⸗Rova hat ihn in ihr ſchwarzes Netz geriſſen, es
döt liſt lag um ſeinen Kopf, ich ſah es.“—
ervetn„Hilf, ihm, Lars!“ ſchrie Anna, ſie haben ihn fortge⸗ V
re Augen ſchleppt.“ inrem„Wer?“ fragte der Bauer.
np„Die Dänen— auf ihr Schiff.“
t diß Lars blieb einen Augenblick ſtumm ſtehen, dann faßte er ſein
ihre d 3
langes Haar und warf es in den Nacken.„Siehſt Du wohl,
eaum den 1 1. ta Niels,“ ſagte er ruhig,„daß es ihr Boot war, das mit Henrik
e Schau⸗


