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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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daß er ſich bis Ende des Juny halten, und ſich in der Naͤhe von Vivares poſtiren moͤchte, wo er um jene Zeit Unterſtuͤzung finden wuͤrde.

Jezt bereuete der Marſchall, daß er mit den Camiſarden mehr kuͤnſtlich als aufrichtig unter⸗ handelt hatte. Er ſuchte ſie von neuem durch die Verſicherung zu gewinnen, daß es noch Zeit ſey, wenn ſie zuruͤck kehren wollten, und daß ſie zufrieden ſeyn wuͤrden, wenn ſie es thaͤten. Aber waͤhrend ſeine Emiſſarien arbeiteten, um theils Cavaliers Leute zuruͤck zu bringen, theils Roland ſelbſt zu uͤberreden, lief die Nachricht ein, daß die feindliche Flotte eine Menge Waffen und Muni⸗ tion, nebſt einer Anzahl Truppen, zu Villefran⸗

che ausgeſchifft habe; und daß drei Tartanen,

beſtimmt, das Ganze nach Languedoe zu bringen, ſchon wirklich geladen, und nach Languedoc von fuͤnf engliſchen Fregatten begleitet, unter Segel gegangen ſeyen.

Der Marſchall verlohr keine Zeit, und mar⸗ ſchirte nach der Kuͤſte. Doch noch vor ſeiner Ab⸗ reiſe befahl er dem Intendanten und den Officie⸗ ren, die in den feſten Plaͤtzen commandirten: die Rebellen gut aufzunehmen, die ſich unterwerfen wollten; ihre Beſchwerden anzuhdren, und moͤg⸗ lichſt nachgiebig bei ihren Forderungen zu ſeyn; ihnen zu verſichern, der Koͤnig wolle, daß man ihnen Wort hielte; der Friede ſey ja geſchloſſen,

und nur durch ein Mibßverſtaͤndniß von ihnen