ſey. Unter mehrern Maßregeln, die ſie zu ihrer Rettung vorſchlugen, blieben ſie bei folgender ſte⸗ hen: ſie ſprengten verſtellter Weiſe aus, beſon⸗ ders unter ihren Leuten, man koͤnne ſich nicht wohl mehr auf die Redlichkeit des Cavalier ver⸗ laſſen; er ſey an den Marſchall verkauft, u. ſ. w. Mehrere der gemeinen Camiſarden mußten laut
erklaͤren, daß ſie ihm nicht mehr traueten, und
daß man diejenigen fuͤr Verraͤther halten muͤſſe, die noch ferner ſeinen Befehlen gehorchten, u. ſ. w. Durch dieſen Kunſtgriff wollte man Cavalier in den Stand ſetzen, als Mittler aufzutreten, die Treue oder Untreue des Hofes zu erforſchen, und den Ruͤckzug der Camiſarden zu beguͤnſtigen. Die⸗ ſe Komoͤdie wurde meiſterhaft geſpielt. Die ge⸗ heime Conferenz war kaum geendigt, als ſich durch ganz Calviſſon Murren und Geſchrei erhob. Die Camiſarden lieſen zuſammen, ihre Officiere, von den Mißvergnuͤgteſten begleitet, ſuchten die Officiere und Commiſſarien des Marſchalls auf, warfen ihnen mit Ungeſtuͤmm vor: ſie ſeyen ſo gut Betrieger, als Cavalier; ſpeißten ſie mit lee⸗ ren Hoffnungen ab, um ſie deſto ſicherer zu be⸗ triegen; der Marſchall hielte den Vertrag nicht, alſo wollten ſie ihn auch nicht halten, u. ſ. w. Die Commiſſarien geriethen in die aͤuſſerſte Beſtuͤrzung. Die camiſarviſchen Officiere ließen durch den ganzen Ort Laͤrm ſchlagen, die Haupt⸗ wache zog ab, und das ganze Corps marſchirte


