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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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y 187 denheit ausſchlagen wuͤrde. Er hatte an den Mar⸗ ſchall einen Brief voller Dankſagungen geſchrie⸗ ben, und die Antwort erhalten, daß man an der allmaͤhligen Erfuͤllung des Vertrags arbeite, daß aber der Koͤnig mit dem unbehutſamen Betragen der Neu⸗Reformirten unzufrieden ſey; daß die Klugheit mehr Vorſicht empfehle, und daß der Wille des Koͤnigs ſey, Cavalier ſolle ſich mit ſei⸗ nen Leuten binnen drei Tagen nach Montpellier begeben..

Dieß leztere war ein Donnerſchlag fuͤr Cava⸗ lier und ſeine Leute. Zu Montpellier ſtand eine zahlreiche Garniſon; die Stadt iſt mit Mauern und Waͤllen umgeben, und hat eine ſtarke, weit⸗ laͤuftige Citadelle. Es war eine Art von Gefaͤng⸗ niß, wohin man ſich begeben ſollte. Cavalier ſelbſt wurde aͤngſtlich. Seine Leute waren um ihn her, und verſicherten laut, ſie wuͤrden nicht nach Mont⸗ pellier gehen, ſie wuͤrden ſich lieber in Stuͤcke hauen laſſen, als zugeben, daß die geringſte Clau⸗ ſel des Vertrags gebrochen werde. Cavalier wi⸗ derſprach dieſem Entſchluße nicht; er bath ſie nur, ſich zu maͤßigen, und ihm Zeit zu laſſen, an den Marſchall zu ſchreiben. Dieß that er auch. Er meldete ihm, daß er unfaͤhig ſey, ſeinem leztern Befehle zu gehorchen; ſeine Leute wollten nicht mit ihm nach Montpellier, und keine Vorſtellung koͤnnte ſie dazu bewegen; ſie ſagten: zwei Drit⸗ tel der Gefangenen ſeyen, dem Vertrage zuwider,