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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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Cavalier gieng nach Calviſſon zuruͤck, und ſchickte von dort einen Expreſſen an Roland, mit der Nachricht, von dem geſchloſſenen Frieden. Roland antwortete ihm, er ſey nicht im gering⸗ ſten damit zufrieden, obgleich er nicht gehofft haͤtte, daß man noch ſo viel erhalten wuͤrde; in⸗ deſſen koͤnnten wohl die bewilligten Punkte Ande⸗ re blenden, aber ihn nicht; er muͤßte ſich ſehr ir⸗ ren, wenn man Willens waͤre, ſie zu halken. Dagegen billigten Catinat, Ravanel, und die uͤbrigen Officiere Cavaliers Schritt, und naͤhrten nicht das geringſte Mißtrauen. Man draͤngte ſich nach den Stellen unter ſeinem Regimente. Eben ſo freuten ſich die uͤbrigen Refornurten, und jeder⸗ mann glaubte nun das Ende aller Unruhen und Verfolgungen zu ſehen.

Aber dieſe Freude dauerte nicht lange. Fa⸗ natismus und Intoleranz erhoben von allen Sei⸗ ten ihre Stimmen, und ſchrieen uͤber Umſturz der Kirche und Religion. Beſonders blieben die Jeſuiten nicht unthaͤtig, und ſie ſezten alle ihnen zu Gebothe ſtehende oͤffentliche und heimliche Huͤlfs⸗ mittel in Bewegung. Bald wurden die gottes⸗ dienſtlichen Verſammlungen verbothen. Zwar dul⸗ dete man dergleichen noch bei den Camiſarden; aber weder ihren Freunden noch Verwandten war es erlaubt, Theil daran zu nehmen. Man zog ſogar einige Neu⸗Reformirte ein, die ſich unter ihnen hatten finden laſſen. Cavalier beklagte ſich