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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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haften Tone: des hn des Koͤnigs ſey fuͤr Re⸗ bellen die ſicherſte Gewaͤhrleiſtung; es ſey ein Be⸗ weis von auſſerordentlicher Gnade, daß der Koͤ⸗ nig ihre Forderungen auch nur ſich vorlegen laſ⸗ ſen; ſie haͤtten von der Gerechtigkeitsliebe des Monarchen alles zu fuͤrchten, wenn ſie ſeine Guͤ⸗ te verachteten; er wiſſe die Willensmeinung des Koͤnigs, da ihm die ganze Sache uͤbertragen ſey, gaͤbe ihm alſo den nuͤzlichen Rath, den Vertrag zu unterzeichnen, und ſich nicht um die uͤbrigen zu bekuͤmmern, deren Halsſtarrigkeit man zu beu⸗ gen wiſſen wuͤrde. Cavalier bedachte, daß ſei⸗ ne Unterſchrift im Grunde nur ihn fuͤr ſeine Per⸗ ſon verpflichte, und daß er noͤthigenfalls immer Vorwand finden wuͤrde, ſich von dieſer Verpflich⸗ tung los zu machen; auch ſah er wohl, daß ſei⸗ ne Parthei des Friedens eben ſo ſehr beduͤrfte, als der Koͤnig. Er unterſchrieb alſo den Vertrag. Der Marſchall und Intendant bezeigten große Zufriedenheit, und wuͤnſchten ihm Gluͤck zu dieſem Schritte. Der Marſchall uͤberreichte ihm ein Ober⸗ ſtenpatent, worinn er die Freiheit erhielt, die Stel⸗ len unter ſeinem Regimente ſelbſt zu beſetzen; und auſſerdem kuͤndigte er ihm an, daß ihm der Koͤ⸗ nig einen Gehalt von zwoͤlf hundert Livres aus⸗ geſezt habe; alles, wie man ſieht, um Cavalier ſo zu binden, daß er nicht leicht brechen koͤnnte, und die uͤbrigen camiſardiſchen Chefs durch ihre Eitelkeit anzulocken, ſeinem Beiſpiele zu folgen.