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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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dadurch gehoben, daß man ſich erboth, die Con⸗ ferenz in dem Garten des Kloſters unter einem Zelte zu halten. Dieß war ihm noch nicht ge⸗ nug. Er verlangte Geiſeln, und auch dieſe wur⸗ den ihm bewilligt. Nun begab er ſich nach Ni⸗ mes. Hier that ſich noch eine Schwierigkeit her⸗ vor. Cavalier haͤtte durch das Innere des Klo⸗ ſters gemußt, um in den Garten zu kommen; dieß hielt er nicht fuͤr rathſam. Man mußte al⸗ ſo ein Stuͤck der Gartenmauer niederreiſſen.

Er ritt auf einem ſchoͤnen Pferde, das er damals bei der Niederlage des Marineregiments erbeutet hatte. Sein Kleid war roth und auf allen Naͤhten mit Treſſen beſetzt. Auf ſeinem Hute trug er eine weiße Feder. Sein blondes Haar, von betraͤchtlicher Laͤnge, war nachlaͤßig mit einem ſchwarzen Bande aufgeknuͤpft. Nichts fehlte ſeinem Anzuge, als die Kunſt, ihn mit we⸗ niger Zwang und mehr Wuͤrde zu tragen.

Ihm zur Rechten ritt Catinat auf einem der wildeſten und lebhafteſten Roſſe aus Camar⸗ gue, uͤbrigens gut gekleidet; und zur Linken ſein Secretair, einfach gekleidet auf einem anſtaͤndigen Pferde. Voran waren zwoͤlf Reiter und hinter⸗ drein zwoͤlf andere. Ein Trupp Infanterie ſchloß den Zug. So kam Cavalier, unter einem unge⸗ heuern Zulaufe von Menſchen, vor dem Eingan⸗ ge der Gartenmauer an. Als er ſah, daß der Marſchall ſeine Bedeckung an der einen Seite des

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