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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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29 La Portens Leute waren jezt uͤber fuͤnfhun⸗ dert Koͤpfe ſtark. Seit dem die Camiſarden Mu⸗ nition und Lebensmittel genug herbei zu ſchaffen gewußt hatten, war ihre Anzahl bis auf dieſen Punkt geſtiegen. Die koͤniglichen Truppen wuß⸗ ten nicht, daß ſie ſo ſtark waͤren. Es war eine eigene Kriegsliſt la Portens, ſie dießfalls durch Spione irre zu fuͤhren. Unter leztern war be⸗ ſonders einer, der ſich ihm ſehr nuͤzlich machte. Er ſpielte den eifrigen Katholiken und wenn er es nicht war, wußte man doch, daß er es geweſen waͤre. Man trauete ihm alſo. Eben dieſer Spion hatte es den koͤniglichen Truppen als ein wichti⸗ ges Geheimniß entdekt, daß la Porte aus ſeinen Waͤlder auf Pluͤnderung ausgezogen waͤre, Der Hunger haͤtte ihn dazu vermocht, und er haͤtte nur ungefaͤhr hundert oder hundert und funfzig Leute bei ſich. Der Spion hatte gemeſſene An⸗ weiſung von la Porte, mithin konnte er alle Um⸗ ſtaͤnde bis auf den Weg angeben, den er genom⸗ men haͤtte oder noch nehmen wuͤrde. Sgpgleich ließ der Graf von Broglio ein Corps von fuͤnfhundert Koͤpfen unter Anfuͤhrung eines geſchikten Partheigaͤngers ausruͤcken. Der Spion mußte ihm den Weg zeigen. Er fuͤhrte ihn gerade zu den Camiſarden. La Porte war auf dieſen Beſuch gefaßt. Beim Anblicke des Feindes ſtellte er ſich, als ob er vor ihm floͤhe, und zog ſich in die Waͤlder von Cha⸗