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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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ſezt, daß der Graf endlich muͤde ward und ſich nach Montpellier begab, um ſich zu erhohlen. Nur zuweilen kam er, die Poſten zu viſitiren, die er zerſtreut auf der Ebene zuruͤck gelaſſen hatte.

Die koͤniglichen Truppen waren, wie ihr An⸗ fuͤhrer, des Kletterns muͤde, und die Action von Karnule verbunden mit unablaͤßigen und fruchtlo⸗ ſen Zuͤgen und Gegenzuͤgen, hatte ſie matt und muthlos gemacht.

Die Camiſarden nuzten dieß, um ſich in ihren Wald zuruͤck zu ziehen und fuͤr den juͤngſterfochte⸗ nen Sieg ein feierliches Dankfeſt anzuſtellen. Die Andacht und das religieuſe Feuer, das die ganze Verſammlung beſeelte, entzuͤndete die Schwaͤchern unter ihnen mit einer Schwaͤrmerey, die ihren Un⸗ ternehmungen eine himmliſche Glorie umwarf, und die eingebildete Gabe der Prophezeihung unter ih⸗ nen aufregte. Greiſe und Weiber waren jezt noch ihre Propheten; aber wir werden bald ſehen, daß ſelbſt ihre handfeſtern Maͤnner und Anfuͤhrer von dieſer goͤttlich geglaubten Raſerey angeſtecket

wuͤrden.

Sie behielten waͤhrend dieſer Zeit der Ruhe die

Haͤnde nicht unthaͤtig im Schooß. Sie thaten in kleinen Haufen Streifzuͤge in die benachbarten ka⸗ tholiſchen Doͤrfer. Eine ihrer Hoͤhlen hatten ſie zu einem Zeughauſe, eine andere zu ihrem Proviant⸗ magazin, eine dritte zu einer Kleiderkammer, und eine vierte zu einem Lazareth fuͤr Kranke und Ver⸗