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fuͤrchterlicher hielt, als es war. Indeß verſchaff⸗ ten ſie doch eine Zeitlang Ruhe. Seitdem der Haufen Periers aus einander gegangen und Se⸗ guier mit den Seinigen aufgerieben war, hatte man nichts mehr von Camiſarden gehoͤrt. Eine Proclamation, die man ergehen ließ, ſchien den Reformirten ſogar Hoffnung zu machen, daß ſie
bald das Ende dieſer Verfolgungen ſehen wuͤrden.
Aber ſie ſchien es nur: den hinter der Guͤte, Nach⸗ giebigkeit und Weisheit, die ſie ſchau trug, war Treuloſigkeit, Intoleranz und Grauſamkeit ver⸗ ſteckt. Hier iſt ein kurzer Begriff ihres Inn⸗ halts; Der Koͤnig gewaͤhrt nach ſeiner Gnade und Guͤte Generalpardon und Losſpruch allen de⸗
nen, die mittelbar oder unmittelbar an der Er⸗
mordung des Abbe von Chaila und allem uͤbri⸗ gen darauf erfolgten Unfuge Theil gehabt haben, doch unter der Bedingung, daß die Schuldigen
ihre Waffen niederlegen und ruhig in ihre Woh⸗
nungen zuruͤkkehren, widrigenfalls ſie nach dem Verlauf einer beſtimmten Zeit fuͤr Aufruͤhrer er⸗ klaͤrt und als ſolche verfolgt und gezuͤchtigt wer⸗ den ſollen- 1
Auf dieſe Verſicherung kamen viele der Fluͤcht⸗ linge zuruͤck. Man hb ſie auf und henkte ſie
vor ihren eigenen Haͤuſern. So wollte es das
vorhin erwaͤhnte Blutgericht. B2


