Teil eines Werkes 
3. Theil (1813)
Entstehung
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ben; denn ſein Vater war der Graf Fuͤrſten⸗ ſtein, der eine religioͤſe Sekte ſtiftete. Sein Hauptgrundſatz war, es ſey nicht genug, der Tugend gemaͤß zu leben, ſondern man muͤſſe ſich ihr ganz widmen, und ſie ganz und gar

zum Gegenſtande ſeines Strebens machen.

Da aber eines Menſchen Kraͤfte nicht hinrei⸗

chend waͤren, alle zugleich zu umfaſſen, ſo duͤrfe jeder eine davon zum beſondern Ziele waͤhlen, z. B. die Barmherzigkeit, wornach jemand es zum Zweck ſeines Lebens machen koͤnne, umher zu reiſen, und die beſte Ein⸗ richtung der Waiſenhaͤuſer zu erforſchen, und dergleichen mehr. Deshalb ſind aus dieſer Sekte wieder andere entſtanden, je nachdem die Anhaͤnger ſich zu einerlei Abſicht vereinten, und die Geſellſchaft der Wiederge⸗ burt z. B. iſt ein Zweig davon. Philibert nun, der Sohn des Grafen, wich in ſo fern von ſeinem Vater ab, als er glaubte, man duͤrfe auch wohl nach dem Antriebe ſeiner eige⸗ nen Neigung handeln, wenn man dieſe nur zum Gegenſtand der Tugend mache, und dem, was man liebe oder verehre, mit reinem Ge⸗ 3f 2