449
——
alles zu einem Genuſſe verſchlang. Auch ihre Mutter naͤherte ſich darauf, und es gab viel freudiges Gruͤßen. Aber weil die Graͤfin es ſo erſonnen und verauſtaltet hatte, daß auch nichts dem hoͤchſten Gipfel meines Gluͤ⸗ ckes fehlen ſollte,— ſo mußte alſobald ſich ein Zimmer aufthun, worin, feſtlich behan⸗ gen, ein Altar ſtand, vor welchem Philibert in bluͤhender Engelsgeſtalt hin und her ging, beſchaͤftigt, denſelben zu ſchmuͤcken. Er wich zuruͤck, da er uns kommen ſah, und der Schloßkapellan trat aus dem Hintergrunde hervor, um— ſo wuͤnſchte es die Graͤfin— an uns die Trauung zu vollziehen, damit wir uns von Stund an ganz gehoͤren ſollten. Wir blickten uͤberraſcht einander an, und ich ſagte: die Herzen ſind eins, unſere Freunde verſammelt, was hindert uns noch? Hierauf ſprach der Prieſter, nach einer kurzen Anrede, den Segen des Himmels uͤber uns aus. Und wie wir die Ninge wechſelten, erklang die Betglocke auf dem Thurm, das Volk ſtimmte einen Geſang an, und groß und allgemein war III. Theil. f


