448
——
übergab ich ihr das Schwert, womit ich ihren Freund geraͤcht hatte. Sie druͤckte es an ihre Bruſt und ſagte: theures Schwert! nicht deshalb mir ſo lieb, weil du den Feind ge⸗ ſtraft, ſondern weil du in der Hand meines Freundes fuͤr meine Ehre und fuͤr meine Frei⸗ heit geſtritten haſt. Nun ſind alle meine Hoff⸗ nungen erfuͤllt; welche Freude erlebt die Mut⸗ ter eines ſolchen Sohnes!— Tauſende wa⸗ ren Zeugen dieſes ruͤhrenden Auftrittes, und
der ganze Hof erdroͤhnte von dem Zujauchzen
des Volks. Jetzt fuͤhrte ich meine Mutter zu dem Eingange des Hauſes, und hier em⸗ pfing mich die Graͤfin ſelbſt, die guͤtige Wir⸗ thin. Aber ſie ſagte, da wir die breiten Stu⸗ fen hinaufgingen: eine noch viel werthere Per⸗
ſon iſt hier, die noch mehr Sie entzuͤcken
wird. Und indem oͤffnete ſich der Saal, und an den Stufen eines Throns erblickte ich Cle⸗ mentinen, die den Gluͤcklichen in die ausge⸗ breiteten Arme aufnahm. An ihrem Buſen, von ihren Lippen trank ich nun die Freude
des vollkommenen himmliſchen Gluͤcks, das alles


