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Ihr ſeid beneidenswerth. Ihm iſt ſeine Ge⸗ liebte geraubte zund durch den Kerker hindurch muß er noch den naͤchtlichen Gruß⸗ vernehmen, den der Braͤutigam ſeiner Braut bringt. Er waͤre gern an des Begluͤckten Stelle, wie ich an der Eurigen. Aber— um Euch zu zei⸗ gen, daß ich dieß wirklich ſeyn will, ſo weit ich kann, ſo nehmt hier meine Kleider, und laßt mich an Eurer Statt im Geſaͤngniß zu⸗ ruͤck. Fliehet! kein Gefangenwoͤrter wird Euch halten.— Nimmermehr! rief ich voll Er⸗ ſtaunen; ſoll ich einem Unſchuldigen, einem Fremden die Laſt meines Schickſals aufbuͤr⸗ den? Womit haͤtte er verdient, daß er fuͤr mich litte!— Ein Fremder! ſagte er darauf mit Empfindlichkeit, ein ſolcher kann ſich freilich dieſes Recht nicht anmaßen. Ich muß es dulden. Aber wollet Ihr euch denn durchaus der Gemeinſchaft mit mir entziehen, ſo werdet Ihr auch erlauben, daß ich meine Rechnung mit Euch ſchließe. Ich habe hier auf dieſer Tafel Euer Bild, und ich will Euch


