18
—--—
ringelt um ſein Geſicht ſiel, vor meinem La⸗ ger knieen, neben einem Lichte, das ihn wie einen Roſenbuſch beleuchtete. Ich glaubte anfangs, daß die Waͤnde meines Kerkers zu⸗ ruͤckgewichen waͤren, und daß ich mich in einem Garten befaͤnde. Aber kaum ſtammelte ich wie ein Traͤumender die Worte: mas iſt das? als der Juͤngling ſich leiſe zuruͤckhob
und mit dem Lichte zur Thuͤr hinaus ver⸗
ſchwand. Die Gefaͤngnißdunkelheit umgab mich wieder, und ich blieb ungewiß, ob ich dieß wirklich wachend geſehn, oder nur ge⸗ traͤumt haͤtte. Doch gab es nun etwas, woran ich zunaͤchſt denken, worauf ich wieder hoffen konnte, indem ich mit Verlangen dem naͤch⸗ ſten Morgen entgegenlebte, um zu ſehen, ob ſich das Nämliche wieder ereignen wuͤrde.
Und es duͤnkte mir in der naͤchſten Nacht
lange noch nicht um die Zeit der Daͤmmexung, als die Sonne ſchon wieder uͤber meinem Haupte ſtand, und der Juͤngling abermals vor mir kuiete. Er hielt eine Tafel, auf


