Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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auf! ihr Muſici! und die Muſikanten mach⸗ ten mit ihren Blaſeinſtrumenten einen recht froͤhlichen Lauf. Da ſah ſich Conrad um, und wußte nicht, was das zu bedeuten haͤtte. Er erhob abermals die Stimme, und ſagte: verdenkt mir es nicht, Leute, daß ich die ſchoͤne Bleicherin zur Frau nehme, da Roſa, meine Braut, mich ſo ſtolz behandelt. Gleich erſcholl ein Lachen rechts und links, und die Einwohner von Schoͤnau riefen: es iſt ja

Roſa, deine Braut; betrachte ſie doch nur.

Die Bleicherin zog jetzt die ſtolzen Mienen ſeiner Roſa und Conrad ſtand noch in großer Verwirrung, als meine kleine Perſon in der Geſtalt des Graumaͤnnchens hervortrat und ihm den Orakelſpruch wiederholte: Die Nechte iſt die Falſche, die Falſche iſt die Rechte; Falſch iſt nicht immer ſchlecht, und recht iſt oft 1 das Schlechte. Nun denke, was du thuſt. Die Falſche nimm, ich daͤchte! Roſa bot jetzt alle ihre Freundlichkeit auf,