Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

450

dener Schuͤrze und hielt das Meſſer; die Huͤhner lagen ſchon mit umgedrehten Haͤlſen auf dem Hof, und zappelten zu ſeinen Fuͤßen. Der große Ochſe hatte ſchon den Geiſt auf⸗ gegeben, und viele Schweine, Schafe und Gaͤnſe waren ihm nachgefolgt. An jedem Pflock hing ein goldenes Vließ, und Keller und Speiſekammer fuͤllten ſich mit Vorrath bis oben an. Die langen Tiſche und Baͤnke ſtreckten ſich ſchon durch das ganze Haus hin, und die Bergmuſikanten kamen ſchon und ſtimmten ihre Geigen. Nicht minder waren große Zuruͤſtungen in Schoͤnau zum Polter⸗ abend: die Kinder holten ſchon im Dorfe die alten Toͤpfe zuſammen, um der alten Wirthſchaft ein Ende zu machen; die Braut⸗ zungfern probierten ſchon ihre Kraͤnze auf; Schneider und Schuſter liefen mit neuen

Schuhen und Kleidern herbei, das ganze Haus war ſchon geſaͤubert und mit Blumen

ausſtaffirt; und zu dieſem allen fehlte noch * immer die Seele des Feſtes, die Brant!