und in ein falſches Lied hinein ſang. Sie liebte mich zu ſehr, als daß ſie mich dafuͤr haͤtte zuͤchtigen koͤnnen, aber mein Vater ließ es nicht an Schlaͤgen fehlen, und ſchien da⸗ bei gar keine Abſicht weiter zu haben, als mich abzuhaͤrten. Wenn ich dabei nur Obſt und duͤnne Waſſerſuppen zu eſſen bekam, ge⸗ ſchah es wohl nicht aus Armuth; denn ob⸗ gleich, wie bei Tageloͤhnern, das große Salz⸗ faß an der Wand hing, und die Stuͤhle von Holz und Stroh und die Loffel von Blei waren, ſo ſah doch haͤufig ein ſilbernes Ge⸗ fäß oder ein goldenes Becken durch, ſo daß die aͤußere Duͤrftigkeit nur die Huͤlle zeuze Reichthuͤmer zu ſein ſchien. Das verrieth mir denn auch endlich meine Mutter. Es war Sonntag, alles in der Kir⸗ che, und mein Vater abweſend,— ich mußte in die Kammer treten, und fand ſie auf das praͤchtigſte ausgeſchmuͤckt, mit ſilbernen und ſeidenen Stoffen, purpurnen Gewaͤndern, blin⸗ kenden Geſchmeiden, Spiegeln und Geraͤ⸗
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