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Da mußte er auf der Hut ſein; ſeine ſchon ein⸗ mal erſchütterte Stellung ertrug keinen zweiten Stoß mehr. Schon einmal hatte Eliſabeth ihm die Zügel entriſſen, an denen er den Monarchen lenkte; jetzt wur⸗ den vielleicht von ſeinen Feinden neue Fäden geſpon⸗ nen, die ihm verderblich werden konnten.
„Frage den Portier“, beauftragte der Graf ſeinen Sohn, den er herbeiwinkte,„ob der König vielleicht ſchon, wie es ſeine Art iſt, incognito nach Hauſe fuhr. Wenn nicht, ſo bitte Tante Kathrin, die wohl, da es nicht ſpät iſt, in ihrem Zimmer noch wacht, ſie möge im Hauſe nachſehen, ob nicht irgendwo der König hin⸗ ter meinem Rücken Audienzen ertheilt.“
Der Rittmeiſter vollzog den Wunſch des Vaters und meldete nach wenig Minuten, Tante Kathrin ſei nachmittags nach der Villa am See gereiſt, um die nöthigen Anordnungen zu treffen, da in drei Wochen dort die Hochzeit Heinrich's und Mariens gefeiert wer⸗ den ſolle. Der Wagen des Königs warte noch vor dem Hotel..
„Tanze wieder, ſei vergnügt“, ſprach der Miniſter, ſein Geſicht zum Lächeln zwingend,„während ich unſern Feinden in die Karten ſehe. Es geht etwas vor, das man mir verheimlichen will; ich werde aber hinter die Schliche kommen.“
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