Teil eines Werkes 
20. Band (1844) Jack am Lande / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
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ſchickte ſie ſich an, ihn von ſeiner Kette loszumachen. Oh, wie glühend ſegnete ſte der verfolgte Unglückliche in ſeinem Herzen!

Den ganzen Tag ging ſie ſtets in der Halle aus und ein, den Armen mit ihrem friedebringenden Lächeln und ihrer heiteren Unter⸗ haltung erquickend. Sie vermied Alles, was ihn peinlich berühren konnte, auf's Sorgfältigſte und antwortete auf jede Frage, die ihr Jack über die Vergangenheit vorlegte, mit den Worten:Harrt bis morgen, wir werden dann in Freiheit ſeyn. So milderte ſie lieb⸗ lich die getäuſchte Erwartung mit der ſüßeſten Hoffnung, damit ſich der Frager zufrieden gebe. Am nämlichen Abend berichtete Suſanna dem Aufſeher und dem Arzte gleichfalls ein Mährchen, und wir hoffen, daß der ſie hütende Engel nicht minder wohlwollende Nach⸗ ſicht mit ihr hatte denn ihre Meldung lautete:Keine Verände⸗ rung bei John Jones. 3

Am nächſten Morgen war Jack nicht nur ganz geſammelt, ſon⸗ dern fühlte ſich wieder neu belebt. Um die Leute in der Anſtalt zu täuſchen, ließ er ſich's bereitwillig gefallen, daß er wieder an⸗ geſchloſſen wurde; aber er ging, ſoweit es die Länge ſeiner Kette geſtattete, in ſeiner Zelle umher und fragte angelegentlich nach der Zeit ihrer gemeinſamen Flucht, indem er erklärte, er fühle ſich im Stande, wenigſtens fünſzehn Meilen weit zu Fuße zu gehen. Man bedeutete ihm, daß er noch bis zum Einbruche der Nacht warten müſſe; bis dahin ſolle er aber Allem aufbieten, um ſich Kräfte zu ſammeln.

Im Laufe des Tages erfuhr er allmählig, daß ſein ganzes Vermögen unter der Adminiſtration ſeiner Frau und ſeines Schwieger⸗ vaters ſtehe, weshalb von ſeiner Seite große Sorgfalt und Auf⸗ merkſamkeit nöthig ſey, um ſeine Geſundheit zu beweiſen und ſo die Leitung ſeiner Angelegenheiten wieder zu gewinnen.

Und nun, mein theurer John, ſagte Suſanna,da ich Eini⸗ ges für Euch gethan habe, ſo müßt Ihr mir zum Dank gleichfalls etwas thun gebt mir ein Verſprechen.

Alles, was ich habe, iſt Euer Eigenthum mein Leben jetzt