Name würde mich erſticken. Laß Niemand heraus— nicht einmal ſie. Dies iſt Deine ganze Aufgabe— beſorge ſie gut, und Deine Belohnung ſoll groß ſeyn.“.
Der Rattenfänger ſchauderte und entfernte ſich.
Sir John begab ſich ſodann nach Mr. Singlehearts Schlafge⸗ mach, trat an ſein Bette und ſprach durch die Zähne:
„Lady Truepenny iſt nicht in ihrem Zimmer. Steht auf.“
„Ich fürchtete dies,“ verſetzte der gute Rechtsgelehrte, während er in ſeine Pantoffeln ſchlüpfte und ſeinen Schlafrock um ſich warf. „Aber übereilt Euch nicht, Sir John.“
„Seyd ohne Sorge— es iſt mir nur um Zeugen zu thun. Wir wollen kein Haar ihres Kopfes beſchädigen, müſſen aber auch hinreichende Beweiſe haben.“
Sie begaben ſich ſodann gemeinſchaftlich zu dem jungen Mr. Haw⸗ kins, den ſie weckten, und dann nach dem Schlafgemache des Obriſten, an deſſen Thüre der ſchaudernde Forhead als unfreiwillige Schildwache ſtand. Sie fanden das Zimmer feſt verſchloſſen. Es war ein unheimlicher Augenblick, und Mr. Singleheart, der Zeit zu gewinnen wünſchte, ertheilte flüſternd den Rath, man ſolle bis zum Morgen eine Wache ſtehen laſſen. Aber auch der junge Ammannenſis wollte von dieſem Vorſchlag, der Sir John in Zorn verſetzte, nichts wiſſen. Er und Jack vereinigten ihre Krafte, und mit plötzlichem Krachen ſprang die Thüre auf. Die Scene war furchtbar— der Schrei der Ertappten ſchrecklich. Sir John würdigte ſein Weib keines Blickes, ſondern ergriff unter Aufbietung ſeiner vollen Muskelkraft den Obriſten, hob den ſchmächtigen Mann in die Höhe, als wäre er nur ein Kind geweſen, trug ihn durch das Zimmer und ließ ihn klirrend durch das Fenſter fliegen. Stöhnend lag der ſchnöde Verführer mit verſtünmelten Gliedmaßen und zer⸗ brochenen Knochen unten— es war ein Glück für ihn, daß ſo tiefer Schnee lag, da er ſonſt in Folge des hohen Sturzes augen⸗ blicklich den Tod hätte ſinden müſſen. Er blieb für den kurzen Reſt ſeines elenden Lebens ein verabſcheuter und hilfloſer Krüppel.
In das Schmettern der Scheiben und in das Geächze des ver⸗


