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Sechsundvierzigſtes Kapitel.
Die Kriſis und die Entladung.— Obriſt Chacchell thut einen furchtbaren Sturz und Jack beendigt vorderhand ſein Rennen zum Verderben mit Wahnſinn.— Alles ſieht ſchwarz und verödet aus und nichts iſt übrig, als die Hoffnung.
„Uebereilt Euch nicht!“ war Alles, was der erſchreckte Forhéad hervorzubringen vermochte. Jack antwortete nicht, ſondern trank ein Glas Waſſer um's andere. Endlich ſchlich er ſich mit furchtbar blaſſem Geſichte in der Dunkelheit nach dem Gemache ſeiner Gattin. Kur langſam that er einen Schritt um den andern und erging ſich dabei in Betrachtungen.
„Es iſt immer noch Hoffnung vorhanden, und neues Leben wird ſich in meine Adern gießen, wenn ich ſie friedlich ſchlafend finde. Ich will ein neuer Mann werden, denn ſie iſt ſehr lieblich und wohl auch recht gut, wenn ſie geeignet behandelt wird. Man hat mich ſehr erſchreckt, aber dennoch will ich Niemand züchtigen. Oh, es wird Alles recht werden, und welch' ein glückliches Leben wollen wir dann führen! Ich will wieder zum Claret und zu meinen Büchern greifen— und laſſe die Lehrer herunterkommen und der Forhead ſoll mir morgen fort— ja morgen. Wie ruhig Alles iſt! Kann in dieſem ſtillen Frieden auch die Schuld athmen? Da iſt ihre Thüre? Der Mond ſcheint ſehr hell, aber es iſt grimmig kalt. Wie ich zittre! Ich will zurückgehen— warum ſoll ich mich ſelbſt quälen. Aber— aber— dieſer Rattenfänger wird mich auslachen. Ihre Thüre iſt angelehnt. Sie erwartet mich! Gott ſegne ſie— tauſendfacher Segen auf ihr einfaches gutes Herz! Dieſe ſtumme Einladung an ein betrunkenes Vieh von einem Gatten iſt ſo liebevoll — ich will ihr's mein ganzes Leben über Dank wiſſen. Bst! ich glaube, ich höre ſie athmen. Ich will ſie nicht wecken. Ich bin gewiß nicht beduſelt, habe aber doch zu viel getrunken; ſo will ich nur ihre Schönheit im Schlafe betrachten— mich zu ihr nieder⸗


