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„Toll werden— aber vor Allem will ich Beweiſe— und dann — moge der Himmel thun, was er will. Ich bin ein armer, un⸗ glücklicher Wurm— aber werft dieſes Meſſer weg— ſo, ſeyd ein guter Burſche— Gott ſey Dank, ich habe keine Waffe bei mir— kommt mit. Iſt die Chaiſe draußen?— Wir wollen klug handeln. Sollte ich etwas der Art entdecken— aber ich bin jetzt ſehr ſchwach — nicht halb mehr der Mann, der ich zur See war. Und etwas Gefährliches mag ich auch nicht zu mir ſtecken. Der Himmel ſey ihnen gnädig und habe Erbarmen mit mir!“
Der Bediente wurde geweckt und Jack trat mit ſeinem Begleiter in den Wagen. Erſterer, welcher ſich nie betrank und ebendes⸗ wegen für das Amt des Kutſchers auserleſen worden war, fühlte ſich nicht wenig überraſcht, als er bemerkte, wie ſein Herr und der Rattenfänger augenſcheinlich ſo nüchtern waren.
Sir John wußte in ſeinem Schmerze nicht, was er ſagen ſollte, und konnte doch nicht ganz ſchweigen; er fragte daher in der ruhig⸗ ſten Miene, die er nur annehmen konnte, den Kutſcher, ob die Die⸗ nerſchaft von ſeiner Gattin ſpräche. Der Mann verſetzte ſorglos, die Leute ſagten, daß ein gutes Einvernehmen zwiſchen Sir John, ſeiner Dame und dem Oberſten ſtattfände. Dies ſchürte wo möglich noch die Gluth in ſeinem Innern und ſügte der Bitterkeit ſeines Schhmerzes neuen Wermuth bei. Er entnahm daraus, daß man ver⸗
muthe, er habe in ſeine eigene Schmach gewilligt und leiſte ſeiner Schande Vorſchub..
Als ſte in der Halle anlangten, bemerkte Sir John mit erkün⸗ ſtelter Gleichgültigkeit, daß weder er, noch ſein Freund das zurei⸗ chende Deputätlein zu ſich genommen habe; der Bediente ſolle daher Branntwein, Waſſer und Gläſer in eines der Zimmer brin⸗ gen, dann aber zu Bette gehen und Niemand ſtören. Der Mann gehorchte, und bald nachher waren Jack und der Rattenfänger mit einander allein— wie es ſchien, die beiden einzigen wachen Perſonen
in dem großen Hauſe.


