wenn ich Dir nicht über die Kappe komme und Dir Anlaß zum Heulen gebe.“
„Nein, Ihr muͤßt das nicht thun,“ verſetzte ſein Freund.„Ich ehre Euch, und dieſe Thränen da fließen nur um Euretwillen. Ihr werdet hintergangen, gehänſelt, für den Narren gehalten— er lacht über Euch, ſie lacht uͤber Euch. und Alles lacht über Euch— Alles nur nicht Euer lieber, vernachläſſigter Freund, der ehrliche Forhead, den man von der einen Ecke in die andere ſtößt, und bloß deshalb, weil er ein empfindſames Herz hat— oh, oh, oh!“
Und er fing auf's Neue zu heulen an.
„Ei, Du ſchlechtaufgetakelter Dummkopf— Du läufſt ja über wie ein Topf mit Lümmelklöſen, wenn der Kochsmate betrunken iſt. Wer lacht über mich, Du rattenfangendes Gewürm?“
„Ich nicht— ich weine— und noch obendrein ein ſolcher Mann— he, einen Krug Halbundhalb und ſo ſteif wie ein Beſen⸗ ſtiel— ja, einen ſolchen Mann zu kränken! Oh, wie weit iſt's doch in dieſer Welt gekommen? Du grundgütiger Himmel, oh, oh!“
„Wer unterſteht ſich, über mich zu lachen?“
„Der Oberſt.“
„Der Oberſt?— Hole ihn der Teufel— iſt er nicht irgendwo unter dem Dache in einer Krankenſtube aufgelegt?— Mag er im⸗ merhin lachen—'s iſt lange her, ſeit ich ſeinen Namen nicht mehr gehört habe, und ſoll auch lange anſtehen, bis ich ihn wieder höre — meinetwegen dann, wenn ich erfahren ſoll, daß er die Nummer ſeines Tiſches verloren hat. Es müßte ſchlimm zugehen, wenn ich's nicht einzuleiten wüßte, daß eine lebendige Kröte in ſeinem Sarge mitbegraben wird— die giftige Beſtie— möge ihn der Teufel nur hübſch warm in ſeine Fänge nehmen!“
Während dieſes zierlichen Dialogs ſtotterten die beiden Sprecher beträchtlich, und ihre Körper pendelten, obgleich ſie auf Stühlen ſaßen, hin und her, wie die Viktualien, die an dem großen Stagen eines Yankee⸗Droghers aufgehangen ſind. 4 „Es thut meinem armen, gebrochenen Herzen wohl, Euch dieſen


