Teil eines Werkes 
20. Band (1844) Jack am Lande / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

49

Eure Angelegenheiten unſerem Bureau zu entziehen, weshalb denn kein geſetzliches Band mehr zwiſchen uns beſteht, wie groß auch meine und meiner Tochter Freundſchaft zu Euch ſeyn mag. Ich bin bereit, Jedem Nath zu ertheilen, der ſich unter meine Klienten zählen will, ſage uͤbrigens nur ſo viel, Sir Edward— nehmt Euch in Acht! denn aus den Worten jener Zeitungsartikel kann ich mi Sicherheit entnehmen, daß Unheil dahinter ſteckt.“

„Ich will ebenſo wenig Unrecht thun, als ich mir Unrecht ge⸗ fallen zu laſſen geneigt bin. Es ſchwebt mir eine finſtere Ahnung vor. Mr. Scrivener. Ich beſitze mein Erbe ſowohl in Folge mei⸗ ner Herkunft, als durch das Teſtament meines verſtorbenen Ver⸗ wandten, weshalb es mir faſt unmöglich erſcheint, daß irgend ein Anſprucherheber nur mit einem Schatten von Recht zu meinem Schaden auftreten könnte; aber wohlgemerkt, Mr. Serivener, gegen das Recht will ich nicht ankämpfen.“

„Trefflich geſprochen, Sir— ganz trefflich.“ Dann ſuhr er mit ſeinem ſanfteſten und einſchmeichelndſten Lächeln fort:„aber, mein theurer Sir Edward, wenn Ihr mich nur als Euern Freund — als Euern treuen und liebevollen Freund betrachten wolltet— ſo glaube ich, Eure Sicherheit feſtſtellen zu können, wie gering Ihr auch meine Talente anſchlagen mögt. Oh! welch' eine geſegnete Glanzhöhe des Glückes würde es für uns Alle ſeyn, wenn ich Euch als ein Glied in den Kreis meiner Familie könnte eintreten ſehen, obſchon ich mit aller Demuth zugeſtehe, daß wir dieſer Ehre kaum würdig ſind.“ 3

„Ihr habt mir ſchon dreimal verſprochen, Mr. Serivener, nie mehr auf dieſen Gegenſtand zurückzukommen, und nun muß ich zum viertenmale—“

„Nur zufällig, mein guter Sir Edward— nur zufällig. Ich denke— ja, wäret Ihr wirklich einer von uns, ſo bin ich feſt überzeugt, daß ich die Machinationen Eures geheimen Feindes, wer

Marryat's W. XX. Jack am Lande. 4