Teil eines Werkes 
20. Band (1844) Jack am Lande / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

45

Und die junge Dame ging zu der einen Thüre hinaus, wäh⸗ rend Sir Edward zu der andern hereintrat.

Fünftes Kapitel.

Sir Edward ſpäht nach ſchlimmen Neuigkeiten und findet bei dieſer Ge⸗ legenheit, daß man nur nachzufragen braucht, um zu einem Weibe zu kommen. Er wechſelt Complimente mit einem Rechtsgelehrten, fährt dabei am ſchlimmſten und kommt zu ein Bischen Schrecken obendrein. Wenn man zu einem Diner mit dem Schwarzen einen langen Löffel braucht, wie muß man wohl vorgeſehen ſeyn, im Falle man mit einem At⸗ torney ſpeist?— Ein paar Geheimniſſe für Verfaſſer von Zeitungsartikeln.

„Ach, Sir Edward! Freut mich, freut mich ungemein, Euch zu ſehen,“ ſagte Mr. Serivener mit jener frohen Haſt, mit welcher der Wolf ein Lamm willkommen heißen würde, das ſich arglos in ſeine Höhle verirrt hat. In dem Geſichte des Wirthes lag eine wilde Wonne, welche im Stande geweſen wäre, ſogar die Gaſt⸗ freundlichkeit häßlich zu machen. Mr. Scrivener bemerkte an der Kälte in Sir Edwards Benehmen, daß er ſich zu viel blos gegeben hatte, und wandelte deshalb das ſeinige in ein ſorgloſeres um, dem er den Anſtrich von hinreichender Herzlichkeit zu geben ſuchte. Nie ſchienen zwei Perſonen, denen wichtige Gegenſtände ſchwer auf dem Herz lagen, entſchloſſener zu ſeyn, ihr Geſpräch recht ſchaal und gewöhnlich kouverſationell zu halten. Sie ſcheuten ſich, an den Ab⸗ grund heranzukommen, in welchen Jeder zu ſtürzen ſo begierig war, um deſſen Schwierigkeiten und Gefahren zu erkunden. Aber wenn Mr. Serivener der Schlauere war, ſo erwies ſich Sir Edward als der Muthigere, denn er ſprang endlich von ſeinem Stuhle auf,