kreuzte mit feſter, melancholiſcher Miene die Arme, ſah geſpannt in Mr. Scriveners glattes, aber zweideutiges Geſicht und begann:
„Habt Ihr nichts Weiteres von dem höchſt ärgerlichen Gerüchte in Betreff des längſt für verloren gehaltenen nächſten Verwandten ge⸗ hört, den der alte Mortimer Fortintower von Fortintower⸗Hall zurückgelaſſen hat?“
„Höchſt ärgerlich— es iſt höchſt ärgerlich,“ lautete die un⸗ paſſende Antwort.
„Ich frage, ob Ihr nichts davon gehört habt— von den Ein⸗ zelnheiten— und ob der Sache wirklich etwas Wahres zu Grund liege. Ich bin natürlich ſehr geſpannt und ungeduldig über dieſen Gegenſtand.“.
„Geſpannt und ungeduldig— weiter nicht, Sir Edward? Seyd Ihr nicht ängſtlich— auf die Folter geſpannt— fühlt Ihr Euch nicht elend?“
„Das ſind ſehr dreiſte und ungebührliche Fragen, Sir, aber ich will ſie Euch offen beantworten. Was meine Perſon betrifft, ſo muß ich ſie geradezu in Abrede ziehen, während Ihr Recht habt, wenn ich dabei auf Andere blicke. Ihr wißt, Mr. Scrivener, daß ich Freundſchaften angeknüpft und Verbindungen eingegangen habe — unter letzteren ſogar eine, das zarteſte Band, an das ſich die edelſten Gefühle knüpfen, welche den beſten und reinſten Gedanken eines Mannes Farbe verleihen können. Um dieſer allein willen ſollte man mich weder der Schwäche noch der Selbſtſucht anklagen, wenn es mir erginge, wie Anderen in einer ähnlichen Lage. Miß Truepenny—“ W
„Hi, hi, ho!l ich bitte tauſendmal um Verzeihung, Sir Ed⸗ ward, aber der Name— der kurioſe Name macht mich immer lächeln. Ich hege die tiefſte Achtung und Bewunderung gegen die Dame, Sir Edward— Ihr dürft mir dies glauben. Bitte, mein guter Sir, zieht Eure Stirne nicht in ſo finſtre Falten, denn Ihr wißt ja, was Chaucer in ſeiner Frau von Bath ſagt— ‚was liegt


