hauen und bei der nächſteu Kanalbriſe, welche die Schiffsbuge kreuze, im's Log zu ſetzen, daß der Figurenkopf über Bord geblaſen wor⸗ den ſey.
Nachdem das Ohrenzupfen unter dem Grinſen des Operateurs und unter dem Kreiſchen des Patienten gebührend vollzogen worden war, trat der Kapitän wieder an den Tiſch, ſtierte ſeinen Offizieren voll in die Geſichter und brüllte laut hinaus:
„Nun, Gentlemen— zum Teufel, was iſt's?“
„Sir,“ verſetzte der erſte Lieutenant unterwürfig;„mit aller gebührenden Ergebenheit ſind wir zu einem Beſcheide gekommen. In der erſten Nacht, welche wir wieder in der See draußen ſind, wollen wir den ganzen Quark losmachen, ihn zu Brennholz zuſam⸗ menhauen und das Defieit auf Rechnung einer Bö ſetzen. Darüber haben wir uns vereinigt, Sir, und wir wollen's ſo zur Ausführung bringen.“ 5*
Der erſte Lieutenant glaubte mit dieſen Worten den komman⸗ direnden Offtzier ungemein zu Gefallen zu reden; aber nun wurde dieſe unvernünftige Perſon mit einemmale ganz blau und bleifarben
vor Wuth. Firebraß ſtreckte ſeine Arme aus, packte mit jeder Hand
eine Seite des Tiſches wie mit Schraubſtöcken, beugte ſich darüber hin, ſchob ſeinen Kopf ganz nach vorne und rollte ſeine Augen grimmig gegen die erſchrockenen Offiziere. Jeder wich betroffen um einige Schritte zurück. Anfangs ließ ſich nur ein erſticktes, gur⸗ gelndes Geräuſch aus der Kehle des Kapitaͤns vernehmen. Die Flüche„rumpelten herauf“, wie der Hochbootsmann zu ſagen pflegte. Endlich fand die Exploſion ſtatt, die übrigens anfangs nur aus einer Maſſe faſt unartikulirter und zuſammenhangloſer Ausrufungen beſtand, endlich aber folgende Worte unterſcheiden ließ.
„Ihr unterſteht euch? Ihr unterſteht euch? Hole euch Alle der Teufel. Ihr unterſteht euch, mich—mich, dem Kapitän Firebraß, an der Naſe zu zupfen? Wollt ihr etwa gar mich anſpeien? Mich mit Füßen treten, ihr Meuterer? Kein Wort— ich kenne euch, und


