Teil eines Werkes 
3. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
Einzelbild herunterladen

208

ſeinem Hauſe zurückgelegt, als er eine Menge Menſchen aus einer Nebenſtraße in größeſter Eile hervorſtürzen ſah. Er ſchaute hin, um die Urſache zu entdecken, als er was für ihn der allerentſetzlichſte Anblick war einen wüthend gewordenen Stier gewahrte. Wenn es irgend etwas gab, das ihn zum Laufen bringen konnte, ſo war es ein ſolches Thier, und er machte ſich demzu⸗ folge ohne Weiteres auf die Beine; allein ſein knapp anliegendes Beinkleid und ſeine hohen Stiefel lähmten ihn völlig. Wie aus vorſätzlicher Bosheit nahm ihn der Stier auf das Korn, und ſchleuderte den unglücklichen Mr. Cophagus hoch in die Luft; er fiel zum Glück auf einen großen Fleiſcherhund, der den Stier verfolgte, wodurch die Heftigkeit ſeines Sturzes ſehr gemäßigt wurde. Der Hund, außer Stande, ſich von der auf ihm liegenden Laſt zu befreien, konnte jedoch von ſeinem Gebiſſe Gebrauch machen, was er auch mit äußerſter Wuth that; und ſobald der Fleiſcher, der ſeinen Hund ſehr lieb hatte, der Lage deſſelben gewahr wurde, ließ er ebenfalls ſeine Wuth an dem unglücklichen Cophagus aus, indem er ihm mit ſeinem Knittel mehrere Schläge auf den Kopf verſetzte, ſo daß der arme, von dem Stier, dem Hunde und dem Fleiſcher auf das Unbarmherzigſte mitgenommen, in einem beklagenswerthen Zuſtande in den nächſten Laden gebracht wurde. Als er ſich nach einiger Zeit erholt hatte, und im Stande war, ſeine Wohnung anzugeben, brachte man ihn nach Hauſe. Es war ſpät am Abend, als ich von Suſanne ein Billet erhielt, in welchem ſie mich von dem unglückli⸗ chen Vorfalle benachrichtigte. Mein Vater hatte ſo eben eine lange Rede über kindliche Pflichten, Land⸗ mädchen, gute Ehefrauen u. ſ. w., gehalten, und mit der Bemerknng geſchloſſen, daß ſowohl er, als Mr. Maſterton, Miß Temple als eine gute Partie für mich betrachteten, und da ich ihn gebeten hätte, eine Wahl für mich zu treffen, daß er ſie auserkoren habe. Ich hatte ſo eben von meinem kindlichen Gehorſam durch das Verſprechen einen Beweis an den Tag gelegt, mir die größeſte Mühe zu geben, ſie zu lieben und ſeine Wünſche zu erfüllen, als mir das Billet eingehändigt wurde. Ich las es, machte meinen Vater mit dem In⸗