2⁰06
lichen Betheiligten, welche Dir heute geworden iſt. Doch
ich muß jetzt fort, und Sie, Harcourt, werden ohne
Zweifel zu Mittag hier bleiben. Ich muß mit meinem
Vater eſſen.⸗
Als ich nach dem Hotel zurückkehrte, ſah ich, daß für drei Perſonen gedeckt war. Der General hatte Mr. Maſterton eingeladen, was mir als eine gute Vor⸗ bedeutung galt. Maſterton fand keine Gelegenheit, mir etwas zu ſagen, gab mir aber einen Wink und lächelte mir zu; ich war zufrieden.
»Japhet,« ſagte mein Vater,»ich hoffe, daß Du Dich auf morgen nicht verſagt haſt, weil ich bei Mr.
Maſterton Geſchäfte habe, und wünſche, daß Du mich
begleiteſt.
Ich erwiederte, daß es mir ſehr angenehm ſein würde, ihn zu begleiten, worauf die Unterhaltung all⸗ gemein wurde.
Am andern Tage fuhr ich mit meinem Vater nach Lincolns Inn, und als wir bei Mr. Maſterton eintra⸗ ten, ſaß derſelbe an einem Tiſche, und Mr. Cophagus und Suſanne unweit des Fenſters.
»Die Sache nähert ſich immer mehr der Entwicke⸗
lung,« dachte ich. Später hörte ich von Maſterton,
daß er Cophagus, unter dem Vorwande einer Geſchäfts⸗ ſache, zu kommen und Suſannen mitzubringen, bewogen habe. Er hatte ihnen eine etwas frühere Zeit als uns beſtimmt. Seine Abſicht dabei war geweſen, daß der General Miß Temple wie durch Zufall ſehen ſollte, und mir, der ich, wie mein Vater glaubte, nicht wußte, daß Miß Temple in der Stadt war, eine Zuſammenkunft
mit ihr zu verſchaffen.
Wie viel Lug und Trug es in der Welt giebt! da giebt es nichts als Minen und Gegenminen!
Cophagus und ich drückten uns die Hände, und ich bemerkte, daß er, trotz dem Veto ſeiner Frau, ſeine blauen Strumpfbeinkleider und hohen Stiefel angezogen hatte; er ſchien ſo ſteif darin zu ſein, daß er ſich kaum bewegen konnte. So weit ich zu urtheilen im Stande war, waren ſeine Beine, ſeit ich ihn zum letzten Male in ſeinem Lieblingsanzuge geſehen, nicht ſtärker ge⸗ worden.


