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müthigen Vater der Himmel mich geſegnet hat; allein bei ſolch' einem Vermögen bin ich zu erwarten berech⸗ tigt, daß mir auch die Dame eine artige Summe zu⸗ bringt. Miß de Clare iſt, wie ich glaube, mit Mr. Harcourt verlobt; ich würde mir ſonſt in der That Hoffnung bei ihr machen können.“
„Mag wohl ſein, mein lieber Junge; aber ein mä⸗ ßiges Vermögen iſt heutzutage Alles, was man von ſeiner Frau erwartet, und die beſten Frauen ſind dieje⸗ nigen, die nicht gar zu reiche Erbinnen ſind. Freilich ſollte die Deinige Dir wohl etwas zubringen; doch ſag' mir, Japhet, wer iſt die junge Dame, die Du für hüb⸗ ſcher als Miß de Clare hielteſt.⸗
„Eine Miß Temple, Sir.«
Temple— ein ſehr guter Name. Ich glaube, Maäͤdchen, die fern von London erzogen ſind, werden die beſten Gattinnen.«
„Das leidet keinen Zweifel, Sir; ſie ſind häuslicher, und machen ihre Mäͤnner zu Hauſe zufriedener und glücklicher.«
„Mein lieber Junge, ich habe den Gegenſtand auf die Bahn gebracht, und wünſche, daß Du ihn in Ueber⸗ legung nimmſt. Es würde mir ein großes Gefallen da⸗ mit geſchehen.“«
»Mein theurer Vater, es wird mich immer äußerſt glücklich machen, Ihre Wünſche in jeder anderen Be⸗ ziehung zu erfüllen; aber bei einer ſo ernſten Sache, wie dieſe iſt, muß, glaube ich, einem Sohn ein wenig Freiheit eingeräumt werden. Ich kann nur dieſes ſa⸗ gen,— zeigen Sie mir eine junge Dame, welche Sie der Wahl werth halten, und wenn ich dann finde, daß ich ſie lieben kann, ſo werde ich ihren Wuͤnſchen mit Vergnügen Folge leiſten.«**


