Fuͤnftes Kapitel.
Ich gerathe durch richterliche Mißgriffe in Leibes⸗ und Lebens⸗ Gefahr— bereite mich dadurch auf meinen Proceß vor, daß ich den Schneider und Parfümeur zu meinem Bei⸗ ſtande rufe— und beſchließe als Gentleman zu ſterben.
„Es iſt in der That Schade, ſehr Schade um ihn,« ſprach einer der Friedensrichter.»Ein ſo einnehmen⸗ der junger Mann, und, nach ſeinem Benehmen und ſeinen Reden zu urtheilen, offenbar gut erzogen. Aber es bleibt uns, glaube ich, nur Eins übrig,« fuhr er, ſich an ſeine Kollegen wendend, fort.»Was ſagen Sie dazu, Mr. Norman?«
»Meine Meinung ſtimmt leider mit der Ihrigen überein; die große Jury wird, wie die Sache jetzt ſteht, ihr Schuldig gewiß ohne Bedenken ausſprechen. Legen wir indeß dem Zeugen Armſtrong noch eine Frage vor. Wollt Ihr eidlich erhärten, daß dieſer junge Mann
einer von denen war, die Euch anfielen?«
„Es war ſchon etwas dunkel geworden, Sir, und beide Männer hatten ſich das Geſicht geſchwärzt; er hatte aber genau ſeine Größe, und war, ſo viel ich mich erinnere, eben ſo gekleidet.«
»Ihr könnt die Idendität der Perſon alſo nicht be⸗ ſchwören?«
»Nein, Sir; aber nach meinem beſten Wiſſen war es dieſer Menſch.«⸗
»Man nehme dieſes Zeugniß, als ein wichtiges, zu Protokoll,« ſagte Mr. Norman;»es wird ihm bei dem Verhöre von Nutzen ſein.«
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