Teil eines Werkes 
3. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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1 3 21 Freund zu beſitzen, die Bitterkeit des Scheidens zu würdigen wiſſen. Noch ehe wir auf der Poſt ange⸗ kommen waren, gewann ich meine Faſſung wieder; ich drückte Timotheus die Hand, der Poſtwagen fuhr ab, und ich verlor meinen treuen Gefährten aus den Au⸗ gen: auf wie lange Zeit, wird der Leſer im Verlaufe meiner Abenteuer erfahren.

Ich langte bei Lady de Clare an, und brauche kaum zu ſagen, daß ich gütig empfangen wurde. Die Lady und Fleta äußerten große Freude über meine ſchnelle Wiederkehr, und richteten hundert Fragen an mich. Allein ich war traurig geſtimmt, nicht über meine Ausſichten, denn in meiner Verblendung frohlockte ich über die Dürftigkeit, in die ich zurückzuſinken im Be⸗ griff ſtand, ich ſehnte mich aber danach, mich Fleta, denn ſo nenne ich ſie noch immer mitzutheilen. Fleta war mit meiner Geſchichte bekannt; ſie war ge⸗ genwärtig geweſen, als ich dieſelbe ihrer Mutter, bis zur Zeit meiner Ankunft in London, erzählt hatte; viel mehr wußte ſie aber freilich nicht davon. Ich hatte beſchloſſen, daß ſie noch vor meiner Abreiſe mit Allem bekannt werden ſollte. Ich wagte es indeß nicht, ihr den letzten Abſchnitt mündlich vorzutragen, und nahm mir vor, ihr die Mittheilung ſchriftlich zu machen. Lady de Clare ließ mich ohne Bedenken mit Fleta al⸗ lein. Die letztere war jetzt ein reizendes Geſchöpf von funfzehn bis ſechszehn Jahren, und glich einer lieblich aufblühenden Roſenknospe; und ihr Verſtand war ih⸗ ren Jahren zuvorgeeilt. Ich blieb drei Tage, und hatte häufig Gelegenheit, mich mit ihr zu unterhalten. Ich ſagte ihr, ich wünſche ihr meine ganze Lebensge⸗ ſchichte mitzutheilen, befragte ſie über die ihr bekann⸗ ten Umſtände, und ergänzte die Lücken bis zu der Zeit,

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