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faſt eben ſo gerechte Anſprüche hatte, als ich ſelber.
weil ich in dieſem Falle wichtiger und nützlicher ſein
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erwiederte ich,»muß man ſich auf einen ſteten Wechſel gefaßt machen; zu Einer Zeit mögen wir lachen, abr zur andern müſſen wir weinen. Ich verdanke Dir mein 1 Leben, und ich werde Deiner, wohin mich mein Schick⸗ ſal auch führen mag, niemals vergeſſen.“
„Nein,“« ſagte Timothy,»Du wirſt ſchwerlich eines Freundes vergeſſen, der Dir ſeit ſo langer Zeit kaum eine Stunde aus den Augen gekommen iſt.⸗„
»Sehr wahr, Timotheus; allein es können Um⸗ ſtände eintreten, dieunſere Trennung herbeiführen.⸗
»Ich kann mir nicht vorſtellen, welche Umſtände das ſein ſollten, und glaube auch nicht, daß die Dinge, ſo ſchlimm ſie auch ſein mögen, jemals eine ſo üble Wendung nehmen werden. Du haſt Dein Geld und Dein Haus; wenn Du von London wegzieheſt, kannſt Du durch die Vermiethung des letzteren Deine Ein⸗ nahme erhöhen, und dann werden wir nie Mangel lei⸗ den, und könnten froh und glücklich die Welt durchſtrei⸗ 5 fen, und den Gegenſtand unſerer Wünſche ſuchen.⸗
Timotheus Worte ſielen mir ſchwer auf das Herz, denn ich erkannte, daß er, durch ſeine mir bewieſeen Anhänglichkeit und Treue, an Allem, was ich beſeſſen,
In ſeiner untergeordneten Stellung hatte er zu unſerm gemeinſchaftlichen Beſten das Seinige beigetragen. „Allein die Zeit kann kommen, Timothy, in der wir uns von Gelde entblößt ſehen werden, wie damals, als wir unſere Laufbahn zuerſt antraten, und die ſieben Pence theilten, die wir für die an die alte Frau ver⸗ kaufte Einreibung erhalten hatten.⸗
„Nun, Japhet, laß dieſe Zeit kommen. Ich würde mehr Deinet⸗ als meinetwegen betrübt darüber ſein,


