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geſſen werde, wenn ich Dir ſage, daß wir uns aller Wahrſcheinlichkeit nach nie wieder ſehen werden. Sollte mich das Glück begünſtigen, ſo hoffe ich, daß es den⸗ noch der Fall ſein wird— doch es iſt wenig Ausſicht dazu vorhanden. Ich habe faſt Alles verloren: mein Geld iſt fort, mein Haus verkauft, und Alles iſt ver⸗ ſpielt. Ich verlaſſe Dich und nehme nur meine in mei⸗ nem Mantelſack enthaltenen Kleidungsſtücke und zwau⸗
zig Pfund mit. Für Dich bleiben die Mobilien, die Du, nebſt Allem, was ich znrücklaſſe, verkaufen mußt.
Alles gehört Dir, und ich hoffe, Du wirſt Mittel fin⸗ den, Dir auf eine andere Weiſe fortzuhelfen. Gott ſegne Dich. Dein ſtets dankbarer
Japhet Newland. 8
Dieſen Brief ſteckte ich in der Abſicht zu mir, ihn, wenn ich Richmond verließe, auf die Poſt zu geben. Ein zweiter, an Mr. Maſterton, lautete wie folgt:
»Sir,— Ich habe Ihr Schreiben erhalten, und muß fürchten, daß Sie, ohne es zu ahnen, die Veran⸗ laſſung gegeben haben, daß ich in meine gegenwärtige Lage verſetzt worden bin. Mr. Harcourt wird Ihnen ſagen können, daß ich die Sprache, deren Sie ſich gegen mich bedient, nicht verdient habe. Zur Verzweiflung getrieben, habe ich mein Alles verloren, indem ich mich zu meinen anderen Thorheiten, dem Spiele ergeben. Ich bin jetzt im Begriff, mein Glück zu ſuchen und
meine Nachforſchungen nach meinem Vater fortzuſetzen.
Haben Sie daher die Güte, Lord Windermear meiner aufrichtigen Dankbarkeit für ſeine freundlichen Aner⸗ bietungen zu verſichern, und ihm zu ſagen, daß mein Herz ſtets die Gefühle der Dankbarkeit und Ehrfurcht


