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tauſend Pfund! Sagten Sie nicht, daß Sie ſie woll⸗ ten mir zurückſahlen, und mir geben hundert Pfund für meine Mühe; das war die letzte Verabredung.⸗ »Ganz recht, aber Sie wollten das Geld nicht an⸗ nehmen, und ſo bin ich außer Schuld. Wir müſſen uns jetzt an die erſte Verabredung halten, Sie bekom⸗ men funfzehnhundert Pfund, wenn ich in den Beſitz meines Vermögens gelange.“«
»Aber Sie haben kein Vermögen!«
„Ich fürchte allerdings, daß ich keins habe; aber erinnern Sie ſich, Mr. Emanuel, daß ich Ihnen nie⸗ mals geſagt, daß ich Vermögen beſäße.«
»„Wollen Sie beſahlen mir mein Geld, Mr. New⸗ land, oder wandern in das Gefängniß?«
»Sie können mich wegen einer Uebereinkunft nicht gefangen ſetzen laſſen.«
»Nein; aber ich kann Sie gerichtlich wegen Betrug verfolgen.«
„»Nein, Du verwünſchter alter Schurke, das kannſt Du nicht; aber verſuche es, und verfahre ſo ſchlimm, als Du willſt, mit mir,« rief ich, wuͤthend darüber, daß er ſich des Wortes Betrug bedient, aus.
»Gut, Mr. Newland, wenn Sie nicht haben jähr⸗ lich zehntauſend Pfund, haben Sie das Haus und das Geld; Sie werden nicht wollen betrügen einen armen Mann wie ich bin.«
»Ich habe mein Haus verkauft.«
»„Sie haben verkauft das Haus— dann haben Sie weder Haus noch Geld. O! mein Geld, mein Geld!
Mr. Newland, Sie ſind ein verfluchter Schurke.«
Der Elende bebte vom Kopf bis zu Füßen vor
Wuth, ſeine Hand auf dem Rücken zitterte nicht weni⸗ ger, als die andere, die er drohend mir vorhielt.


