Teil eines Werkes 
3. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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ihnen unrabhängig zu ſein, ſobald ich will es ſteht Jedermann frei, ſeine Unabhängigkeit zu behaupten, wenn es ihm beliebt. Dienſtfertige Anerbietungen wür⸗ den mir nur Feſſeln anlegen, wenn ich den dargebote⸗ nen Beiſtand annähme. Ich mag ſie nicht. So wa⸗ ren meine Betrachtungen; und der Leſer wird bemer⸗ ken, daß ſich ein Zuſtand krankhafter Reizbarkeit, ein Gefühl der Verlaſſenheit, das mich zu Boden drückte, meiner bemächtigt hatte. Ich fühlte, daß ich ein iſolir⸗ tes Weſen, ohne ein Band ſei, das mich an die Welt kettete.

Ich beſchloß, die Welt von mir zu ſtoßen, ſo wie ſie mich ausgeſtoßen hatte. Timotheus konnte mir kaum ein Wort entlocken. Ich lag da, meine heftige innere Bewegung trieb mir das kochende Blut in den Kopf und verurſachte mir betäubendes Kopfweh. Ich war faſt wahnſinnig. Ich öffnete ein Käſtchen, in welchem meine Piſtolen lagen, und dachte an Selbſtmord nur die Ueberlegung hielt mich davon zurück: ich ver⸗ mochte die Nachforſchung nach meinem Vater nicht aufzugeben⸗

Ungeduldig und fieberhaft wünſchte ich in die Luft zu gehen, wagte es aber nicht, mich den Blicken der

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Neugierde auszuſetzen. Ich wartete bis zum Dunkel⸗ werden, und verließ ſodann das Haus, ohne zu wiſſen, wohin mich meine Schritte führten. Ich ging vor dem Spielhauſe vorüber wirklich vorüber; kehrte aber 4

½ zurück, ging hinein, und verſpielte Alles, was ich bei mir hatte; wobei ich mich jedoch überzengte, daß ich,

wwenn ich mehr Geld in der Taſche gehabt, gewonnen haben würde. 1

Ich ging zu Bette, konnte aber nicht ſchlafen. Ich dachte an die Zeit zurück, in welcher man mir, in der